Schulleben, lernen & erleben

Bodensee-Oberwil, 6a

Montag, 04. Juni 2018

Wir wussten es seit August. Und wir waren aufgeregt. Sehr aufgeregt. «Nur noch zwei Monate!», freuten sich die einen oder anderen bereits im April. Und am Montag 4.6.18 wurde uns klar, dass es am nächsten Tag schon mit der Velotour vom Bodensee nach Oberwil losgehen sollte. Einige Wochen vorher hatten wir eine Schulung mit Herrn Brodmann gehabt. Wir sind durchs Dorf geradelt und haben uns die Verkehrsregeln angeschaut. Zum Schluss gab es einen kleinen Test (zum Glück ohne Note). Vielen Dank, Herr Brodmann, wir konnten einiges von Ihnen lernen. Einige Ausfahrten aufs Land haben uns ein wenig trainiert. Wir waren gut vorbereitet. Im Sinne von Training. Über die Ausrüstung mussten wir viel sprechen. Viele wussten nicht, dass Velounterhosen viel nützen. Oder dass man einen Ersatzschlauch braucht, falls einer kaputt gehen sollte. Aber nun genug von dem. Begeben wir auf den ursprünglichen Grund, weshalb dieser Text überhaupt geschrieben wurde. Dienstagmorgen:  08:45 Uhr, wir standen alle bereit auf dem Pausenhof. 22 Kinder, alle mit Helm und Rucksack aber ohne Velo! Die waren nämlich schon am Sonntag nach Kreuzlingen gebracht worden und warteten nun auf uns. Mit dem Tram fuhren wir zum Badischen Bahnhof und nahmen dort den deutschen Zug. Zuerst mussten wir ungefähr eine Stunde fahren, was überhaupt nicht langweilig war. Wir redeten und lachten, kicherten und machten sogar ein bisschen Krach, sodass Frau Vogt uns einige Male ermahnen musste. Einmal mussten wir umsteigen. Und im zweiten Zug war es nicht viel besser. Wir fuhren wieder eine Stunde und waren auch wieder genauso laut wie zuvor. Als wir in Kreuzlingen ankamen, assen wir unser Zmittag. Gerade danach nahmen wir unsere Velos und fuhren los. 25 Kilometer! Sooooo viel (fanden wir zumindest). Viele Pausen gab es nicht, die hatten wir auch nicht nötig. Kleine Trinkpausen reichten. Eine grosse Pause gab es aber trotzdem: das Baden im Bodensee! Wobei Baden nicht unbedingt entspannend war, da wir uns die ganze Zeit bewegten, schwammen, vom Sprungbrett sprangen und noch vieeeeles mehr. Wir wollten nicht mehr weg von dort, aber wir fuhren natürlich trotzdem los. Endlich kamen wir in Eschenz an. Auf dem Hof gab es einen Kirschbaum mit reifen Kirschen, und darunter ein Klettergerüst. Dort kletterten wir hoch und assen Kirschen bis uns schlecht wurde. Der Hit war natürlich das Stroh, das in verschiedene Abteile unterteilt war. Es hatten vier Leute in einem Abteil Platz, aber wir schliefen auch zu fünft oder sogar zu sechst in einem Abteil. Es gab auch Gokarts, mit denen alle Jungs pausenlos herumrasten und auch die Mädchen riskierten einen blauen Fleck. Auch am Morgen fuhren alle mit den Gokarts herum, bis wir sie schweren Herzens auf dem Bauernhof stehen lassen mussten. Am Mittwoch hatten wir den strengsten Tag vor uns: 54 Kilometer, das doppelte vom Dienstag und dazu noch viele Höhenmeter. Gegen zwölf kamen wir in Schaffhausen an, dort wollten wir den Rheinfall besichtigen. Davor assen wir unser feines Zmittag. Mit dem Schiff fuhren wir nahe beim Rheinfall vorbei, sodass uns winzige Wassertröpfchen bespritzten. Trotzdem waren wir am Schluss klatschnass. Als wir auf dem Bauernhof in Freienstein ankamen, an dem wir diese Nacht schlafen sollten, sahen wir uns erst das Strohlager an. Wir durften unsere eigenen Abteile bauen. Das war cool und wir machten uns sofort an die Arbeit. Nach dem Abendessen fielen wir müde ins Stroh. Am nächsten Morgen hatten wir einen Grund zu feiern: Am Donnerstag waren es nur 45 Kilometer, die wir schaffen mussten. Zuerst ging es die ersten drei bis vier Kilometer einfach nur bergab und wir genossen den frischen Fahrtwind. Wir waren in zwei Gruppen unterteilt: die Schnellen und die Chilligen. Die Schnellen haben sich aber verfahren und mussten den ganzen Weg zurück. Die Chilligen dagegen fuhren gemütlich weiter bis zum Treffpunkt, wo wir Znüni assen. Wie meistens assen wir am Rhein. Kurz vor dem Ziel hielten wir an einem Ufer am Rhein an. Dort durften wir unsere Füsse ein wenig erfrischen und uns ausruhen.  An diesem Abend sollten wir bei der Zivilschutzanlage in Leibstadt ankommen. Die Fahrt war nicht besonders lange, fanden wir inzwischen. Als wir dort ankamen, waren wir sehr froh und sahen uns gleich die Betten an. Endlich Betten! Zwei Nächte im Stroh, eine Nacht mehr hätten wir wahrscheinlich nicht besonders gut überstanden. Zum Kochen kamen die Mütter von drei Kindern zu uns. Danke viel Mal, dass ihr für uns gekocht habt! Es war sehr lecker und wir wurden alle satt. Am Abend nach dem Dessert spielten wir eine Runde Lotto. Bestimmt waren wir am Abend alle müde, doch trotzdem musste man uns bewachen, damit wir Ruhe gaben… Am nächsten Morgen gab es eine schlechte Nachricht für uns: Es waren noch 65 Kilometer bis nach Oberwil! Wir waren alle ein bisschen schockiert, trotzdem freuten wir uns. Es ging nicht bergauf, oder zumindest ziemlich selten. Das schlimmste war aber, dass wir an einigen Gartenbädern vorbeikamen und wir nicht dort baden durften! Es war sehr heiss, deswegen bekamen wir Kirschen und ein Eis spendiert. Das letzte Stück über das Bruderholz ging bergauf, sodass die Meisten schieben mussten. Als wir auf dem Pausenplatz ankamen, freuten wir uns alle unsere Eltern wieder zu sehen, aber den meisten war es peinlich überhaupt hallo zu sagen. Erschöpft aber vor allem stolz gingen wir nach Hause, traurig darüber, dass nur noch drei gemeinsame Wochen bevorstehen. 

Lagerbericht    

Wir berichten von unserem tollen, aber anstrengenden Velolager. Wir, die 6a aus dem Wehrlinschulhaus, aus Oberwil starteten unsere Reise am 5.6.2018.

Mit dem Tram fuhren wir zum Badischen Bahnhof. Dort angekommen, stiegen wir auf einen Zug und fuhren bis nach Kreuzlingen. In Kreuzlingen warteten unsere Velos auf uns. Nach ungefähr

20 km Fahrt gingen wir im Bodensee baden. Später als wir im Ziel ankamen waren wir erstaunt wie toll der Bauernhof war, auf dem wir übernachteten. Es hatte Gokarts, ein Trampolin und Tiere. Der Tag darauf war sehr anstrengend. Doch zur Überraschung fuhren wir mit einem Boot zum Rheinfall. Bei dem Bauernhof, wo wir übernachteten, durften wir uns mit Stroh eine eigene Burg bauen. Als wir aufwachten, assen wir zusammen ein leckeres Morgenessen. Auch die Tiere durften wir füttern. Mit einer Stärkung fuhren wir in Richtung Zivilschutzanlage in Leibstadt. In der Zivilschutzanlage war die bequemste Übernachtung, denn dort hatte es bequeme Betten. Es hatte dort ein Fussballplatz, auf dem wir Fussball spielen konnten. Zum Abendessen kamen drei Mütter, die extra für uns kochten. Am nächsten Morgen kam der Abschluss; 65 km in 6 Stunden. Als wir im Ziel ankamen, waren wir alle sehr stolz darauf, was wir hinter uns gebracht hatten.

Mate und Gian-David